Feste
Ein Tag, an dem das ganze Dorf zusammenkam
Bühne, Buffet, Workshops und ein Mini-Jahrmarkt für die Pänz: Rückblick auf unser erstes Dorf- und Nachbarschaftsfest im JuMa.
Zwei lange Tische voller mitgebrachter Speisen, ein Zelt mit Sofas und Büchern und zum Schluss Techno am JuMa: So sah unser erstes Dorffest am 7. September 2025 aus. Einiges hatten wir lange geplant, anderes haben die Menschen daraus gemacht, die dabei waren.
Der Gedanke dahinter
Die Idee war, in Königsdorf ein Fest zu organisieren, bei dem man zusammenkommen und selbst etwas beitragen kann. Mit Flyern im Ort haben wir alle eingeladen, sich schon an der Vorbereitung zu beteiligen. Über ein Formular auf unserer Website konnte man Vorschläge einreichen oder Hilfe anbieten. Wir waren gespannt, wer sich melden würde. Nach und nach kamen Ideen dazu, auf die wir allein gar nicht gekommen wären. Nachbarinnen und Nachbarn organisierten einen großen Kleidertausch, andere boten Workshops an oder steuerten etwas zum Buffet bei.
Und dann war der Tag da – und der Platz schon zum Beginn des Kinderprogramms voll. Während geschminkt, geangelt und Sack gehüpft wurde, schnippelten nebenan die ersten Leute Gemüse fürs gemeinsame Dorfsüppchen. Am Buffet wurde ausgepackt und dazugestellt, bis beide Tische voll waren. Es gab viel zu probieren und immer jemanden, mit dem man ins Gespräch kommen konnte. Besonders gern mochten wir das Zelt mitten auf der Wiese. Wir hatten Sofas und Teppiche hineingestellt, und die örtliche Bücherei hatte uns Bücher zum Verschenken überlassen. Dort saßen ältere Menschen und lasen, Babys krabbelten herum, andere unterhielten sich. Am Abend hatten Jugendliche eine Spielekonsole mitgebracht und spielten zusammen. Wir hatten einen gemütlichen Platz einrichten wollen. Wie die Leute ihn über den Tag genutzt haben, war dann ihre Sache.
Beim Bühnenprogramm wollten wir unterschiedlichen Interessen Platz geben. Der MGV Stammheim sang kölsche Lieder, die Königsdorfer Weißpfennige und der Tscherkessische Kulturverein Köln traten mit ihren Tänzen auf. Dazu kamen Musikacts aus der Umgebung, Beiträge aus Kirchen und Vereinen und eine offene Gesprächsrunde über Gemeinschaft in Königsdorf. Zum Abschluss legten zwei junge DJs auf – worüber sich vor allem die Jugendlichen freuten.
Hinter dem Fest steckten viele Stunden Arbeit und auch einige Gespräche darüber, wer wir eigentlich sind und was wir vorhaben. Wir waren als Initiative neu, und nicht alle konnten uns sofort einordnen. Sich persönlich kennenzulernen, Fragen zu klären und bei anderen Veranstaltungen selbst mitzuhelfen, war deshalb ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Wir haben dabei viel über das Engagement gelernt, das es in Königsdorf schon gibt.
Danke an alle Beteiligten!
Am meisten gefreut haben uns hinterher Nachrichten von Menschen, die beim Fest neue Kontakte geknüpft hatten. Einige schrieben, dass sie seit ihrem Zuzug zum ersten Mal mit neuen Leuten im Ort ins Gespräch gekommen waren. Das bekommt man zwischen Aufbau, Programm und Aufräumen nicht unbedingt mit. Umso schöner war es, davon zu lesen.
Danke an alle, die diesen Tag mit uns möglich gemacht haben. Für die Ideen, das Essen, die Auftritte und die vielen helfenden Hände. Es war unser erstes Dorffest, und wir haben dabei selbst eine Menge Menschen kennengelernt.
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